Die Unverbesserlichen
    • Die Unverbesserlichen

      Deutsche Erstausstrahlung: 09.05.1965 ARD

      Familie Scholz besteht aus Vater und Mutter Scholz, ihren drei Kindern Doris, Lore und Rudi und natürlich der Oma. Vater und Mutter Scholz sind besonders stolz auf ihren Sohn Rudi, denn der ist Fußballprofi. Tochter Doris ist bereits verheiratet, doch in ihrer Ehe kriselt es bisweilen, und auch Sohn Rudi hat Schwierigkeiten, denn seine Freundin ist schwanger und möchte ihn nicht heiraten. Doch trotzdem hält die Familie zusammen – Mutter Scholz weiß schließlich immer Rat … (Text: ARD Video)

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      Die Unverbesserlichen – Community

      User 608134 am 02.01.2019 19:11: Habe mir die Serie vor einigen Jahren auf DVD gekauft und muss sie etwa einmal im Jahr sehen. Ist für mich, Baujahr 1960, ein Stück Zeitgeschichte. Kennt man ja Alles noch, von der Kücheneinrichtung bis zur Bettwäsche. Besonders gern sehe ich "Omimi Köpke". Mein Lieblingsatz ist "Käte, da kann ich nicht bleiben", als sie wiedereinmal unerwartet vor der Tür steht. Familie Scholz ist für mich nicht nur "Unverbesserlich", sonder auch "Unvergesslich".
      Thomaszek (geb. 1985) am 28.12.2018 02:35: WAS für einen Müll hier einige faseln 


      Wer von Amerikanisierung spricht und zeitgleich die Serien und Sendungen der 60er und 70er lobt, der muss sehr naiv sein.


      Wach auf ! Die ganzen Serien und Sendungen wie LINDENSTRASSE, ICH TRAGE EINEN GROßEN NAMEN, WER BIN ICH, SAG DIE WAHRHEIT usw. also Klassiker aus den 60ern, 70ern und 80ern basieren auf US oder UK-shows


      Robert Lembke ist nicht der Erfinder von WER BIN ICH gewesen sondern alle diese genannten und 99 prozent der Sendungen die als Klassiker gelten stammen aus dem Ausland


      auch das ENGLISCHE bzw.denglische war schon in den 20ern allgegenwärtig. Ich habe kürzlich ein Plakat gesehen von 1923 aus Berlin wo REFRESHMENTS stand 
      Thomaszek (geb. 1985) am 28.12.2018 02:31: Die serie lief 1995 auf RTL2 und damals habe ich das gekuckt als 10jähriger
      irgendwie fand ich Inge Meysel toll in der Rolle der Mutter. Sie hat in so vielen Filmen gespielt bis weit in die 90er und dennoch wurde sie in dieser rolle zur mutter der nation.


      Ich frage mich ernsthaft, was aus dem kleinen Michael geworden ist. Der war sogar als Kleinkind dort zu sehen. 
      es wurde schon oft diskutiert, wo er geblieben ist. 
      opernfreundin am 29.07.2017 14:43: Hallo Persephone, heute bin ich mal wieder zufällig hier bei den "Unverbesserlichen" gelandet und habe gesehen, daß Du mir geantwortet hattest! Ich hoffe, daß Du auch noch ab und zu hier liest. Die von Dir erwähnte Sendung aus dem DDR-TV sagt mir absolut nichts! Wenn ich jetzt den MDR ansehe, fühle ich mich aber absolut ins DDR-TV zurückversetzt, soweit ich das beurteilen kann. Ich habe den Eindruck, dort ist die Zeit irgendwie teilweise noch stehengeblieben! Das unsere Sprache von den sog. "Anglizismen" unterwandert wird, ist heutzutage doch völlig normal. Es haben sich auch viele Ausdrücke aus dem französischen und anderen Sprachen in unsere Sprache gemischt, was ich aber nicht so schlimm finde, solange man sich darüber bewußt ist, oder sagst Du z. B. Geldbörse? Ich jedenfalls nicht. Ich habe kürzlich mit Freude festgestellt, daß die Serie "Salto Mortale" auf "ONE" gerade wiederholt wird, die habe ich früher auch gerne gesehen. Es ist aber so lange her, daß ich mich nicht mehr so richtig erinnern kann, und manches hat man früher doch auch mit anderen Augen gesehen, oder? So, das wars für heute, ich hoffe, daß ich nochmal eine ANtwort von Dir bekommen, falls Du das hier liest. Also, schöne Grüße von Kunigunde
      Persephone (geb. 1960) am 26.05.2017 11:25: Grüß Dich, Santiano, das mit dem Kaufen sehe ich genauso.
      Mir ist in der letzten Zeit aufgefallen, dass das "Fernsehen" die Filme verhunzt, indem ständig irgendwelche uninteressanten Informationen eingebelendet werden. Damit wollen sie erreichen, daass wir uns ärgern und die Filme dann kaufen, anstatt sie aufzunehmen. Ich kann das einigermaßen übersehen, mein Sohn jedoch ist ein solcher Filmfan, er will immer alles akkurat haben, mit passender Hülle etc.
      Glücklicherweise hatten wir diese Serie mal auf DVD aufgenommen. Keine gute Qualität, aber immerhin. Gerade dieser Tage habe ich alle 7 Folgen (von verschiedenen Sendern) auf BlueRay überspielt und bei der Gelegenheit haben wir sie uns wieder angesehen. Absolut ergreifend. Agnes Windeck finde ich auch super. Aber auch der Vater, immer diese überhebliche, belehrende Art und die Mimik. Aber auch die Lebensweise die dort dargestellt wird, finde ich authentisch. Geradezu ein Zeitzeugnis.
      Die Kinder von heute interessieren sich überhaupt nicht mehr für solche alten Filme. Leider.
      Enstinnst Du Dich noch an "Willi Schwabes Rumpelkammer" im DDR TV? Montags am Abend glaube ich. War doch schön.
      Gerade die 3. Programme senden immer wieder nur Mist, dabei sollten doch gerade sie die Erinnerung an damals aufrecht erhalten, eben für Leute wir wir es sind, die damals noch kaum fernsehen durften.
      Es war wirklich reiner Zufall, daass ich Deinen Post, wie man ja heute wohl sagt, las. Fand ich aber nett.
      A Propos "Post". ist Dir schon aufgefallen, dass die Nachrichtensprecher oft nicht wissen, was sie da reden? Englisch und Deutsch durcheinander, wobei sie oft nicht mehr die Sprachen unterscheiden und erstmal überlegen müssen, wie dieses "Denglisch" auszusprechen ist?
      Wenn Du mal zufällig hierhergerätst, fände ich es auch nett, mal von Dir zu lesen.
      Liebe Grüße. Persephone

      Die Unverbesserlichen – News

      Cast & Crew

      Dies und das

      Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

      7 tlg. dt. Familienserie von Robert Stromberger, Regie: Claus Peter Witt.

      Familie Scholz hat weder Geld noch Manieren. Ständig hängt der Haussegen in der Berliner Mietwohnung schief, weil die Bewältigung der Alltagsprobleme nicht so einfach ist, die Interessen der einzelnen Familienmitglieder auseinander gehen, es hinten und vorne nicht reicht und im Zweifelsfall jeder sich selbst der Nächste ist. Baukostenzuschüsse, Ratenzahlung, Taschengeld, Schulgebühr, Krankenversicherungsbeiträge, Sparmaßnahmen, Gehaltserhöhungen und Autofinanzierung – alles wird debattiert oder schlimmer: nicht debattiert.

      Vater Kurt (Joseph Offenbach) ist Buchhalter, Mutter Käthe (Inge Meysel) verdient mit Näharbeiten etwas dazu. Sohn Rudi (Gernot Endemann) arbeitet anfangs bei der Post, liebäugelt aber mit einer Fußballerkarriere. Aus Geldmangel wohnt zunächst auch Tochter Doris (Monika Peitsch) noch zu Hause, obwohl sie bereits verheiratet ist und mit ihrem Mann Helmut Wichmann (Ralph Persson) ab der zweiten Folge einen Sohn namens Michael (Michael Hornauf) hat. Die jüngere Scholz-Tochter Lore (Helga Anders) geht aufs Gymnasium und verlässt die elterliche Wohnung nach drei Folgen, um als Austauschstudentin nach Paris zu gehen, wo sie sich verlobt. Weitere Lieblingsthemen nach Geld, Geld und Geld sind Fußball und kaputte Radios und Fernseher. Kurt macht es Spaß, Elektrogeräte zu reparieren, was natürlich noch längst nicht heißt, dass sie danach auch funktionieren.

      Im zweiten Teil wird Kurt unverhofft in den Ruhestand versetzt, und Käthe muss nun sehen, wie sie ihren gelangweilten Mann den ganzen Tag zu Hause bei Laune hält. Darüber berichtet sie dann ihrer Tochter Doris, die inzwischen ausgezogen ist: „Heute war bei uns ein ganz großer Glückstag. Lores Taschenradio ist runtergefallen!“ – Doris: „Schade, dass unseres nicht kaputt ist.“ In der ersten Folge wohnt noch Tante Herta (Gerda Gmelin) mit in der Wohnung, danach nervt Oma Köpcke (Agnes Windeck), die Kurt und Käthe am liebsten ins Heim abschieben würden. Rudi heiratet Dagmar (Reinhilt Schneider), bekommt eine Tochter und findet einen Job als Gebrauchtwagenhändler. Doris’ unglückliche Ehe wird geschieden, und sie heiratet 1971 in der letzten Folge den wohlhabenden Architekten Jürgen Hechler (Günter Pfitzmann). Jetzt sind endgültig alle Kinder aus dem Haus.

      Die Unverbesserlichen waren der Gegenpol zu den damaligen Heile-Welt-Serien. Erstmals war eine Familienserie im Milieu der „kleinen Leute“ angesiedelt und beschönigte nichts. Keines der Familienmitglieder war im Grunde böse, aber sie stritten und brüllten (Kurt war im ersten Teil noch fast ununterbrochen übellaunig und schlug sogar seine Tochter, ab dem zweiten Teil wurde er etwas freundlicher) und hatten Geheimnisse voreinander. Als Kurt einen Autounfall hatte und sich auf der viel zu teuren Couch ausruhen muss, aber niemand wissen soll, dass er überhaupt ein Auto besitzt, spielte Käthe auf die besorgte Nachfrage der Kinder, was mit Papa sei, die Situation herunter: „Nichts. Ein Herzanfall.“

      Die Serie basierte auf einem Theaterstück, das Stromberger 1956 geschrieben hatte. Sie war brillant durch ihre lebensnahen Dialoge und die Genauigkeit, mit der sie fern aller Klischees zeigte, wie viel Anstrengungen es kostet, miteinander auszukommen, selbst wenn alle es irgendwie gut meinen. Und oft genug meinten sie es nicht gut, sondern weigerten sich, aus Fehlern zu lernen. Die Unverbesserlichen waren damit ein früher Vorläufer von Strombergers Erfolgsserie Diese Drombuschs.

      Obwohl jedes Jahr nur eine einzige Folge lief – meistens am Muttertag und jeweils in Spielfilmlänge – wurde die Serie eine der bekanntesten im deutschen Fernsehen. Als realistische, ungeschönte Darstellung des Alltags einer kleinbürgerlichen Familie traf die Serie den Nerv der Westdeutschen. Inge Meysel erlangte bundesweite Popularität und bekam mit der gluckenhaften, resoluten, aber immer leicht schmollenden Käthe für immer den Stempel „Mutter der Nation“. Während der Dreharbeiten zerstritt sich Stromberger mit ihr, weil sie sich bei ihren Texten nicht genau an seine Vorgaben hielt.

      Fünf Monate nach der Ausstrahlung der letzten Folge starb Hauptdarsteller Offenbach im Oktober 1971.

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