„James Bond“-Regisseur Lewis Gilbert ist tot

    Inszenierte 007-Abenteuer mit Sean Connery und Roger Moore

    "James Bond"-Regisseur Lewis Gilbert ist tot – Inszenierte 007-Abenteuer mit Sean Connery und Roger Moore – Bild: YouTube/Screenshot/Eon Productions Ltd.
    Lewis Gilbert (1920 – 2018) inszenierte drei James Bond-Filme, darunter auch „Moonraker“

    Zwei James Bonds verhalf er in drei 007-Filmen zu ungeahnten Höhenflügen. Roger Moore schickte er sogar ins Weltall. Lewis Gilbert inszenierte mit „Man lebt nur zweimal“ (1967), „Der Spion, der mich liebte“ (1977) und „Moonraker – Streng geheim“ (1979) drei der erfolgreichsten Abenteuer des britischen Geheimagenten. Nun ist Gilbert im Alter von 97 Jahren verstorben.

    Seine erste Filmluft schnupperte Lewis Gilbert bereits im Alter von 13 Jahren als Kinderdarsteller. 1939 wechselte er dann hinter die Kulissen und arbeitete unter anderem als Assistent an dem Thriller „Riff-Piraten“ von Alfred Hitchcock. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Gilbert für die Royal Air Force und die U.S. Army an mehreren Dokumentationen und konnte dort erste substantielle Erfahrung als Filmemacher sammeln.

    In den 1950er und 1960er Jahren machte sich Lewis Gilbert dann einen Namen mit einer Reihe von erfolgreichen Low Budget-Filmen wie „Allen Gewalten zum Trotz“ (1956), „Fähre nach Hong Kong“ (1959) und „Die letzte Fahrt der Bismarck“ (1960). Einen durchschlagenden Erfolg hatte Gilbert 1966 mit dem Comedy-Drama „Alfie“, für das er eine Oscar-Nominierung als Bester Regisseur erhielt. Michael Caine spielt in dem Film einen Playboy, der von seinem Lebensstil eingeholt wird. Der deutsche Titel lautete damals „Der Verführer lässt schön grüßen“.

    Durch „Alfie“ wurden die James Bond-Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman auf Gilbert aufmerksam und boten ihm die Regie von „Man lebt nur zweimal“ an. Das fünfte und vorerst letzte 007-Abenteuer von Sean Connery überbot die Vorgänger-Filme mit noch beeindruckenderen Bauten und Spezialeffekten sowie grandiosen Außenaufnahmen in Japan.

    Gilberts zweiter James Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ gilt unter 007-Fans bis heute als einer der besten, der Roger Moore 1977 mit seinem weltweiten Erfolg endgültig in der Rolle des Geheimagenten etablierte. So gab es in Sachen Superlative beim nächsten Film 1979 kein Halten mehr. „Moonraker – Streng geheim“ beförderte 007 samt Bond Girl Dr. Holly Goodhead (Lois Chiles) ins All, um die Vernichtung der Menschheit zu verhindern.

    Nicht nur das 007-Franchise, sondern auch Lewis Gilbert kehrten danach wieder auf festeren Boden zurück. In den folgenden Jahren drehte der Regisseur kleinere Filme wie „Rita will es endlich wissen“ (1983), erneut mit Michael Caine, und „Haunted – Haus der Geister“ (1995). Sein letztes Werk war 2002 die Familienkomödie „Before You Go“.

    1997 wurde Lewis Gilbert von Queen Elizabeth II. für sein Lebenswerk mit dem Verdienstorden als Commander des British Empire geehrt. 2001 machte das British Film Institute Gilbert dann zum Fellow, eine Art Mitgliedschaft, die als höchste Ehre der britischen Filmbranche gilt.

    27.02.2018, 19:04 Uhr – Ralf Döbele/ukrainereforms.info

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