Serien unserer Kindheit: „Falcon Crest“

    Alles, was ich brauche, habe ich von Angela Channing gelernt

    Serien unserer Kindheit: "Falcon Crest" – Alles, was ich brauche, habe ich von Angela Channing gelernt – Bild: Lorimar
    Serien unserer Kindheit (5): Falcon Crest

    Auch in dieser Woche stellt ein ukrainereforms.info-Redakteur in unserer Reihe „Serien unserer Kindheit“ eine Lieblingsserie vor, die er als Kind verschlungen hat. Ralf Döbele teilt seine Erinnerungen an „Falcon Crest“:

    Es war Dezember 1991 und meine Soap-Begeisterung machte Winterschlaf. „Der Denver-Clan“ war zwei Jahre zuvor mit einem dramatischen Cliffhanger zu Ende gegangen. Zwar liefen Blake, Krystle und Alexis bereits in täglichen Wiederholungen um 9.03 Uhr im ZDF – doch als zehnjähriger Schüler war ich nicht wirklich organisiert genug, um die Folgen jeden Morgen per VHS aufzuzeichnen, geschweige denn 218 Episoden zu archivieren. Das entsprach 55 E-240er Videokassetten! Wer hatte schon derart viel Taschengeld?

    Meine sehnlichsten Wünsche nach Wiederholungen von „Denver-Clan“ oder der „Colbys“ im Nachmittagsprogramm wurden von den Sendern weiterhin ignoriert, als ich im Gong, genauer im Sat.1-Programm des 2. Januar 1992, einen bekannten Namen entdeckte: „Falcon Crest“. Ich konnte noch nicht wissen, welchen Quantensprung die Weingut-Saga für mein Verständnis von US-Serien und für mein Leben als Fanboy und Sammler bereithalten würde.

    Ich erinnerte mich nicht an viel. Hier und da hatte ich ein paar Minuten der Serie am Sonntagabend im ORF erwischt. Ich wusste, es ging um ein Weingut, die Titelmusik war ganz cool und die Hauptdarstellerin sah recht bösartig aus. Eine gemeine und elegante Frau im Zentrum einer Familien-Saga? Instinktiv wusste ich, das wird was. Schließlich waren Alexis (Joan Collins) und Sable Colby (Stephanie Beacham) auch beim „Denver-Clan“ meine absoluten Lieblinge gewesen. Dennoch blieb der große Knall zunächst aus. Ich schaute die erste Folge und sie war okay, brachte mich am nächsten Tag allerdings nicht erneut zum Einschalten.

    Düsterer und spannender als andere Soaps

    Sechs Wochen vergingen. Ich machte inzwischen auf Sat.1 jeden Donnerstag mit „Rückkehr nach Eden“ einen soapigen Abstecher nach Australien. Dort legte Jilly Stewart ihrer Schwester Stephanie Harper als Geschenk schon einmal einen Aligator in den Swimmingpool. Schließlich schaltete ich direkt nach der Schule auch wieder bei „Falcon Crest“ ein und was ich sah, war düsterer, schneller und spannender als das, war mir im Januar noch begegnet war. So blieb ich dran.

    Die Channings und Giobertis in der zweiten „Falcon Crest“-Staffel (Bild: Lorimar)

    Angela Channing (Jane Wyman) regierte mit eisener Hand über ihr Weingut, das im 19. Jahrhundert von ihrem Großvater begründet wurde. Nicht minder unerbittlich herrschte sie über ihre Familie: über ihre am Leben verzweifelnde Tochter Julia (Abby Dalton), deren geistig verwirrte Schwester Emma (Margaret Ladd) und ihren Enkel Lance (Lorenzo Lamas). Der Playboy sollte eines Tages das Weingut übernehmen, flitzte aber lieber in seinem roten Ferrari jungen Frauen hinterher.

    In jeder Art von Neuankömmling sah Angela eine Bedrohung für Falcon Crest. Allen voran in ihrem Neffen Chase Gioberti (Robert Foxworth), der sein Leben als Airline-Pilot aufgab und gemeinsam mit seiner Frau Maggie (Susan Sullivan) und seinen Kindern Cole (William R. Moses) und Vickie (Jamie Rose) das Erbe seines unter fragwürdigen Umständen verunglückten Vaters antrat. Ein weiterer Gegenspieler war ab der zweiten Staffel der undurchsichtige Richard Channing (David Selby), der uneheliche Sohn von Angelas Ex-Ehemann Douglas, der sich mit aller Gewalt im Tuscany Valley und im Familienleben des Weinguts breitmachte. Richards Vergangenheit im organisierten Verbrechen würde schon bald auch die Channings und Giobertis heimsuchen.

    Damals war es nicht anders als heute: Ich denke, letztendlich bin ich „Falcon Crest“ wegen den tollen Darstellern und den vielschichtigen Hauptfiguren treu geblieben. Vor allem die willensstarke Angela, die charismatische Maggie und der gewiefte Richard zogen mich in ihren Bann. „Falcon Crest“ hatte aber noch viele andere Komponenten zu bieten, die ich auch heute bemerkenswert finde: Eine geniale Mischung aus Realismus und Soap-Welt; atemberaubend schöne Handlungsorte und eine große Anzahl von Außenaufnahmen; herausragende Gaststars von Gina Lollobrigida über Kim Novak bis Ursula Andress; fantastische Musik, egal ob in klassischer Form von Bill Conti und Dana Kaproff oder elektronisch vom späteren „Akte X“-Komponisten Mark Snow; und ein konstanter Drang zur Veränderung. Die Winzer-Saga erfand sich immer wieder neu und das lange Zeit, ohne ihren festen Kern zu verlieren.

    Vor allem traute sich „Falcon Crest“ etwas! Viele andere zeitgenössische Serien wirkten im direkten Vergleich geradezu statisch. Einen Handlungsort, wie das Gioberti-Haus, das nicht mehr benötigt wurde, sprengten die Produzenten kurzerhand in die Luft. Wichtige Nebenfiguren bissen regelmäßig ins Gras und bei Feuersbrünsten und einem Erdbeben durfte schon einmal das halbe Set in Schutt und Asche gelegt werden. Immer neue Enthüllungen über die Vergangenheit der Giobertis, die zudem (meistens) vollkommen in sich schlüssig waren, brachten mich immer wieder zum Staunen. Ein dramatisches Staffelfinale jagte das nächste.

    „Falcon Crest“ als Nachhilfestunde

    Und so brachte mir „Falcon Crest“ im Alter von zehn Jahren bei, was Staffeln eigentlich sind und dass eine US-Serie aus ihnen besteht. Kurz nachdem ich bei Sat.1 zum Stammzuschauer geworden war, fiel es mir zum ersten Mal auf: Eine Episode endete besonders dramatisch, mit einer Schießerei in Angela Channings Villa – man wusste nicht, wer der bewaffneten Julia vor den Lauf gekommen war. Am nächsten Tag erhielt ich nicht nur Antwort darauf, sondern stellte auch fest, dass die Serie plötzlich einen neuen Vorspann und überarbeitete Musik hatte. Ein Monat später noch einmal das Gleiche: ein besonders dramatisches Episoden-Ende, dieses Mal ein hinreißend inszenierter Flugzeugabsturz, und danach wieder ein neuer Vorspann und ein anderes Arrangement des Titelthemas. Mein Verständnis für den Aufbau einer Primetime-Soap und von US-Serien allgemein war fortan verankert.

    Ein prägendes Erlebnis: Der neue „Falcon Crest“-Vorspann der dritten Staffel:

    Ein weiteres Mal konnte ich meine Theorie dann aber nicht mehr testen, Sat.1 hatte etwas dagegen. Nach der vierten Staffel stellte der Sender die Wiederholungen von „Falcon Crest“ abrupt ein – und ich saß auf dem Trockenen. In den nächsten Jahren bekam ich dann zwar meine heißersehnten Nachmittags-Wiederholungen von „Die Colbys“ und „Der Denver-Clan“, doch Angela und Maggie hatten ein Loch in meinem Herzen hinterlassen, das erst ab November 1994 von Sat.1 wieder gefüllt wurde.

    Cover Girls der 80er Jahre: die „Falcon Crest“-Stars (Bild: TV Guide / eigener Scan)

    Noch einmal wurde die Serie am Nachmittag von vorne gezeigt und dieses Mal ging es auch nach der vierten Staffel weiter. Inzwischen hatte ich durch Magazine wie MovieStar, TeleVision und das alle zwei Wochen erscheinende TV Serien noch mehr über den Aufbau und die Produktion amerikanischer Formate gelernt. TV Serien war meine Bibel, von Fans für Fans gemacht. In mehreren Ausgaben wurden deutsche Fanclubs bekannter Soaps vorgestellt, auch von „Falcon Crest“. Auf einem Bild waren Mitglieder des „Knots Landing“-Fanclubs vor einer Regalwand zu sehen, die randvoll mit Videokassetten gefüllt war, allesamt feinsäuberlich ettiketiert.

    Richtig etikettieren ist alles

    Fortan begann auch ich mit hochtechnologischen Errungenschaften wie Microsoft Paintbrush und Lotus Ami Pro meine eigenen VHS-Labels zu entwerfen. Inzwischen reichte das Taschengeld, um reichlich Videokassetten anzuschaffen und so wanderte natürlich auch „Falcon Crest“ relativ vollständig in mein Archiv. Das war gar nicht so leicht: Schulausflüge oder Familienfeiern stellten für mich stets große Herausforderungen dar, bei denen mitunter die Timer-Programmierung streikte. Vor jedem Urlaub bekniete ich meinen Onkel, mir alles aufzuzeichnen, was ich sonst in Südfrankreich ohne Fernseher verpasst hätte.

    So sammelte ich mich recht erfolgreich von Staffel zu Staffel und die Welt von „Falcon Crest“ wurde für mich so real und wichtig wie meine eigene Nachbarschaft. Je überraschender und drastischer die Wendungen waren, desto faszninierter war ich. Julia ersteht nach einem Feuerinferno von den Toten auf und gerät in die Gewalt eines Neo-Nazis? Spannung pur. Chase ertrinkt und macht den Weg frei für die Liebegeschichte zwischen Richard und Maggie? Wurde auch Zeit. Melissa Agretti (Ana Alicia) verliert den Verstand, schlägt sich als verruchte Sängerin durch und entführt Maggies Baby? Legendär! Richard ist tatsächlich Angela Channings totgeglaubter Sohn? Eine Goldgrube an Story-Potential.

    Sieben Staffeln lang funktionierte der Drahtseilakt zwischen Realismus und soapigen Exzessen trotz wechselnder Produzenten hervorragend. Eine gehörige Portion Farbe und Humor verhalf der Serie ab dem sechsten Jahr sogar zu einer regelrechten Frischzellenkur – bis es schließlich doch zum Crash kam. Ein Showrunner-Wechsel ließ die achte Staffel zu einer verstaubten Enttäuschung werden, während ein weiterer Wechsel an der Spitze das neunte Jahr zu einem katastrophalen „Miami Vice“-Imitat machte. Noch heute schildern mir andere TV-Fans ihre eigenen Kämpfe mit Serien und den Moment, an dem sie aufgaben und ausschalteten. Ich aber bleibe dabei: Wenn man einmal die neunte Staffel von „Falcon Crest“ überlebt hat, dann kann man im Serienuniversum wirklich alles überstehen.

    Nur etikettiert ist gut archiviert
    (Bild: Ralf Döbele)

    Ich habe sie überstanden und die neunte Staffel fand sich genauso in meiner sorgsam etikettierten VHS-Sammlung, wie die anderen Folgen auch. Dennoch waren diese letzten Nachmittage wirklich eine Qual, bis „Falcon Crest“ mit einer recht versöhnlichen letzten Folge im Oktober 1995 auf Sat.1 zu Ende ging. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Leere, die ich am Tag nach dem Finale fühlte. Schließlich hatte ich ein Jahr lang mit den Giobertis und Channings gelebt, ein Jahr an meinem VHS-Archiv gearbeitet, ein Jahr lang meine Lieblingsfolgen immer wieder und wieder angeschaut und ein Jahr lang ständig mit meiner Mama über die neuesten Story-Entwicklungen gefachsimpelt – 227 Episoden lang. Ein Gefühl, das sich im Bingewatching-Zeitalter kaum noch einstellen will. Zumindest bei mir.

    Die VHS-Sammlung wich nach und nach der DVD-Sammlung und anstatt monatelanger Arbeit genügte nun oft ein Ausflug zu Saturn oder MediaMarkt. Und doch: Ausgerechnet die Serie, die mir beibrachte, wie man Serien ordentlich selbst sammelt, verweigert sich bis heute meinem DVD-Regal. Nur die ersten drei Staffeln sind bislang auf Discs erschienen, die Prognosen für weitere Veröffentlichungen stehen seit Jahren schlecht. Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlimm. Schließlich gibt es noch ganz andere Dinge, für die der geneigte „Falcon Crest“-Fan sein Geld ausgeben kann. Beispielsweise für einen Besuch auf dem Weingut Spring Mountain im kalifornischen St. Helena. Der Grund dafür dürfte klar sein.

    Der Autor vor der Villa Miravalle, der Außenkulisse von „Falcon Crest“ (Bild: Ralf Döbele)

    Zu „Serien unserer Kindheit (1): Parker Lewis – Der Coole von der Schule“
    Zu „Serien unserer Kindheit (2): Ocean Girl“
    Zu „Serien unserer Kindheit (3): DuckTales“
    Zu „Serien unserer Kindheit (4): Batman“
    Zu „Serien unserer Kindheit (6): Pokémon“

    23.08.2018, 12:00 Uhr – Ralf Döbele/ukrainereforms.info

    Über den Autor

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele ist Jahrgang 1981 und geriet schon in frühester Kindheit in den Bann von "Der Denver-Clan", "Star Trek" und "Aktenzeichen XY…ungelöst". Davon hat er sich als klassisches Fernsehkind auch bis heute nicht wieder erholt. Vor allem US-Serien aus allen sieben Jahrzehnten TV-Geschichte haben es ihm angetan. Zu Ralfs Lieblingen gehören Dramaserien wie "Friday Night Lights" oder "The West Wing" genauso wie die Prime Time Soaps "Melrose Place" und "Falcon Crest", die Comedys "I Love Lucy" und "M*A*S*H" oder das "Law & Order"-Franchise. Aber auch deutsche Kultserien wie "Derrick" oder "Bella Block" finden sich in seinem DVD-Regal, das ständig aus allen Nähten platzt. Ralf ist seit 2006 als freier Redakteur für ukrainereforms.info tätig und kümmert sich dabei hauptsächlich um tagesaktuelle News und um Specials über die Geschichte von deutschen und amerikanischen Kultformaten.

    Lieblingsserien: Six Feet Under, Star Trek – Enterprise, Aktenzeichen XY … ungelöst

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • LuckyVelden2000 (geb. 1963) am 01.09.2018 13:13

      @Alexander-Christopher
      Barbara Stanwyck hätte sicher auch eine gute Angela Channing abgegeben. Sie spielte ja auch schon die fiese Mary Carson in der Miniserie Die Dornenvögel und hatte mir damals sehr gefallen.
      Auch in Das Imperium - Die Colbys war sie sehr gut gewesen.
      Jane Wyman waren wir jetzt gewöhnt, aber die Stanwyck hätte Angela Channing sicher auch gut dargestellt.
      Ja Robert Foxworth sollte J.R: Ewing spielen stimmt. weiß du warum er die Rolle nicht bekam? Genauso sollte Linda Evans die Rolle der Pamela Ewing in Dallas spielen.
      Und John James sollte in Dynasty glaube ich ursprünglich die Rolle des Steven Carrington spielen, George Peppard die Rolle des Blake Carrington und Sophia Loren die Alexis Colby. Sophia Loren sollte ja auch hier in Falcon Crest mitspielen wozu es leider nie kam. Es gabt ja auch mal Pläne Dallas und Falcon Crest miteinander zu verknüpfen indem J.R. Ewing und Angela Channing eine Affäre haben sollten. Wurde aus krankheitlichen Gründen der Jane Wyman fallengelassen. Obwohl Öl und Wein passt irgendwie auch nicht zusammen oder?

      andiDD
      Ja den Fanclub kenne ich sehr gut und kann den nur empfehlen. Sehr seriös und zuverlässig.
      Da weiß man was man hat und kriegt. Sie geben sich unheimlich viel Mühe und sind so richtig reingewachsen, man kriegt alles zu wissen was man wissen muß über die Serie und was man noch nicht wußte.
      Auch über die gekürzten Szenen, die Abänderungen der Originalvorspanns, die echten Falcon Crest Gebäude, Drehorten und daß esFalcon Crest wirklich gibt wie die Southfork Ranch in Dallas und jede Menge Biographien der Hauptdarsteller und Gaststars und auch Nebendarstellern und den Leuten die hinter den Kulissen standen. Clubmagaziene über den nie gezeigten Pilotfilm über die einzelnen Staffeln und Folgen. Einfach ein Paradies für echte Fans. Wünschte sowas gäbe es auch von Dallas und Dynasty und Knots Landing
        hier antworten
      • andiDD am 30.08.2018 16:01

        Hi Falcon Fans! Kennt Ihr auch alle den Falcon Crest Fan Club? Da wird reichlich viel gearbeitet und man kann dort auch einiges erwerben.
        www.falconcrest.org
          hier antworten
        • User 1387180 am 27.08.2018 20:09

          Nach dem Atikel hier habe Ich mal ein wenig auf you tube rumgestöbert. Da ist mir diese Szene aufgefallen, "The Party" in 10 min gibt es nichts als süffizianten Humor, Intrigen und Wendungen, alles nur in 10 Minuten. Heute gibt es so etwas nicht mehr. Das war bestes TV
          http://www.youtube.com/watch?v=8xhYlFetwj8
            hier antworten
          • Alexander Christopher (geb. 1968) am 26.08.2018 07:31

            Auch für mich ist die Serie immer noch die beste aus den 80er Jahren. Ich war schon immer ein Fan vom Alten Hollywood, der SIlver Screen Zeiten, und da waren ja nun einige als Gaststars dabei. Vor allem über Lana Turner habe ich mich gefreut. Zu schade, das sie und Jane Wyman sich nicht verstanden und sie so früh wieder aussteigen musste. Ich habe die Serie bei ihrer Erstausstrahlung schon gesehen. In Hamburg lief sie im Vorabend Programm der ARD, das ja damals noch regional getrennt war. Der NDR zeigte immer Donnerstags um 18 Uhr Falcon Crest mit einer Werbe Pause dazwischen. Wir hatten auch schon einen Videorekorder aber die Serie aufzunehmen kam mir komischerweise nie in den Sinn. Das habe ich erst bei den Golden Girls angefangen.

            Die ersten drei Staffeln habe ich mir gekauft und den Rest bei Passion aufgenommen. So habe ich die Serie Komplett auf DVD gebrannt. Und auch Knots Landings habe ich komplett. Irgendwie wollte ich Denver, Dallas oder die Colbys nie haben.

            Und ja, die 9. Staffel war auch für mcih ein Problem. Ich fand die Titelmusik furchtbar und nachdem Angela ins Koma gefallen war war irgendwie der biss raus. Hab aber trozdem durchgehalten und wir wurden dann ja mit ihrer Rückkehr belohnt.

            Ich würde so gerne mal den ersten Pilotfilm sehen, der nie ausgestrahlt wurde. Wäre interessant zu sehen, da ja einige Rollen anders besetzt waren. Finde auch interessant, das Robert Foxworth eigentlich für die Rolle des JR in Dallas vorgesehen war. Es war wohl auch ein glücksfall, das Barbara Stanwyck die Rolle der Angela abgelent hat. Eine andere als die wunderbare Jane Wyman kann ich mir gar nicht vorstellen. Gut, das es anders gekommen ist.
              hier antworten
            • User 1387180 am 25.08.2018 16:21

              Hach, Falcon Crest. Ich habe es noch gesehen als es im ARD Vorabend lief. Das war Kult. Die erste Staffel(mit abgeschlossen Geschichten) und Staffel 9 waren wirklich nicht gut. Ab Staffel 2 hatten sie aber Ihre Formel und die Serie war auch recht erfolgreich.

              Die Serie konnte Cliffhanger gut, ob es der Schuss war, Flugzeug Absturz oder Erdbeben. In den USA musste man den ganzen Sommer warten um zu wissen wie es weiter geht und wer gestorben ist. Nicht zu vergessen das Hollywood Legende Lana Turner auch in der Ersten Staffel war. Jane Wyman sie raus wollte und damit in Staffel 2 gestorben is. Gleiche mit Gina Lolobrizzida(spell?) /Kim Novac und Urula Andress. Jane hat keine anderen Stars gedulded. Mel Ferrer schon ein wenig, bis er natürlich auch im Flugzeug gestorben ist

              Das war soap pur vor und hinter den Kulissen.

              Ich war in 1989 auch bei dem Anwesen, damals gab es Falcon Crest tours. Man durfte zwar nicht in das Haus rein, aber Ich habe immer noch eine Flasche Falcon Crest Wein hier zu Hause der sicherlich nie geöffnet werden wird,lol.

              Das war eine schöne Serie und nicht vergessen der beste Tod jemals in einer Soap als Maggy mit ihrem Hochzeitsring im Pool-reiniger stecken geblieben und dadurch ertrunken ist. Wer immer diese Idee hatte sollte einen Ehren Emmy bekommen,lol
                hier antworten
              • Martin1976 (geb. 1976) am 24.08.2018 23:20

                Lieber Ralf! Auch mir geht es so!!! Als ob ich den oben angeführten Artikel verfasst hätte: Bin zwar um 4 Jahre älter, trotzdem ist es mir genauso ergangen! Ich habe noch meine VHS-Bänder ( Staffel 4 - 9 ) und die ersten 3 Staffeln auf DVD von Falcon Crest daheim. Und auch ich warte noch auf weitere Veröffentlichungen, falls diese jemals stattfinden. Dallas und Denver-Clan gabs bei mir vor der DVD-Veröffentlichung auch auf VHS.
                Auch ich habe das Gefühl, das ich damals und auch im jungen Erwachsenenalter hatte, bei heutigen Serien nicht mehr. Wahrscheinlich macht das die Serien der 80er so einzigartig.
                  hier antworten
                • Don (1977) am 24.08.2018 00:17 via tvforen.de

                  Ich fand die Serie auch toll, sah sie damals allerdings immer im Vorabend-Programm der ARD. Dort endete meiner Erinnerung nach die Austrahlung mit einem innigen Kuss von Maggie und Richard und der nachfolgenden Explosion des Gioberti-Anwesens.

                  Wie Ralf schon sagte, ist natürlich Angela Channing die absolute Hauptfigur. Sie ist hart zu anderen, aber auch zu sich selbst, ist herrschsüchtig und intrigant, es gibt aber gewisse Grenzen, die sie im Gegensatz zu Richard Channing nie bereit wäre zu überschreiten. Dadurch war es z.B. auch einem eigentlich so ehrbaren Mann wie Chao Li möglich, für diese Person außerordentlich loyal zu arbeiten.
                  Beliebtestes Ziel von Angelas Giftpfeilen war in der Regel Chase, wenn aber die gesamte Familie in Gefahr war, war sie auch bereit, mit den Giobertis zusammenzuarbeiten. Gerade diese Brüche in ihrer Persönlichkeit machten sie so interessant und man konnte hin und wieder sogar mit ihr mitfühlen, z.B. als sie um ihren Phillip trauerte.

                  Dass ausgerechnet Julia den Racheengel mimen würde, kam für mich damals sehr überraschend, da sie ja zuvor eigentlich immer eine eher vermittelnde Position zwischen den Channings und Giobertis einzunehmen versuchte. Immerhin kann man ihr dankbar sein, dass sie diese unmögliche Mutter von Chase aus dem Drehbuch schoss!
                  Was mich damals doch ein wenig verstörte, war eine Szene, in der die nach den Morden in die Klinik eingelieferte Julia einen Rorschach-Test absolviert und zu jedem Bild "Blutfleck!" ausruft und anschließend noch fragt "Wieso zeigen Sie mir andauernd nur Blutflecken?".

                  Die wohl unsympathischste Person war in meinen Augen Melissa Agretti, die immer wieder die Seiten wechselte, je nachdem, was ihr gerade den größeren Vorteil einbrachte.
                  • Zoppo_Trump am 24.08.2018 18:35 via tvforen.de

                    Don (1977) schrieb: ------------------------------------------------------- > Die wohl unsympathischste Person war in meinen > Augen Melissa Agretti, die immer wieder die Seiten > wechselte, je nachdem, was ihr gerade den > größeren Vorteil einbrachte. Ich fand, Melissa hatte auch eine sehr unangenehme Synchronstimme.
                  • andreas_n am 24.08.2018 18:45 via tvforen.de

                    Zoppo_Trump schrieb: ------------------------------------------------------- > Don (1977) schrieb: > -------------------------------------------------- > ----- > > > Die wohl unsympathischste Person war in meinen > > Augen Melissa Agretti, die immer wieder die > Seiten > > wechselte, je nachdem, was ihr gerade den > > größeren Vorteil einbrachte. > > Ich fand, Melissa hatte auch eine sehr unangenehme > Synchronstimme. Sie hatte zwei Synchronstimmen.
                • LuckyVelden2000 (geb. 1963) am 23.08.2018 19:22

                  Daniel1978 eingestellt ist die Veröffentlichung der DVDs nicht, sollten Restauriert werden. Ich weiß dauert schon ewig lange.
                  Ich liebe die Serie auch total. Falcon Crest war bis zur Staffel.8 immer sehr gut. In der 9.Staffel eine Katastrophe, erst die letzten Folgen waren wieder gut mit Angela Channings Rückkehr.
                  Knots Landing (Unter der Sonne Kaliforniens) liebe ich auch, davon wurde die DVD Veröffentlichung in der Staffel.2 eingestellt. Leider. Aber habe beide Serien trotzdem auf DVD. Dallas ist meine Nr.1 und auch Dynasty ( Der Denver-Clan) und Die Colbys. Auch die leider nur kurzlebigen Soaps Karussell der Puppen, Süßes Gift und Flamingo Road. Auch die habe ich mir kürzlich auf DVD angeschaut und fand es schade daß diese Serien nur kurzlebig waren. Hätte man was draus machen können. Eben glanzvolle 80er Jahre. Später gabt es neuen Versuch in den 90er, 200er wie Savannah und Titans-Dynastie der Intrigen, die erinnerten mich noch an die alten 80er Jahre Soap. Auch Melrose Place und Models Inc sowie Beverly Hills 90210 waren sehr gute Serien. Dynasty erlebt ja gerade ein Reboot und muß sagen gut gelungen. War sehr überrascht. Schade daß das neue Dallas nur 3 Staffeln lief, fand es auch sehr gelungen auch ohne Larry Hagman hätte es noch was werden können finde ich
                    hier antworten
                  • Daniel1978 (geb. 1978) am 23.08.2018 19:01

                    Bin ja fast der selbe Jahrgang wie der Autor und auch ich kann mich an diese Serie noch sehr gut aus meiner Kindheit erinnern... Schade dass die DVD-Veröffentlichungen eingestellt wurden, hätte sie gern komplett in meiner Sammlung zum Wiederentdecken
                      hier antworten
                    • SanniTheWitch (geb. 1965) am 23.08.2018 18:23

                      Wird Zeit, dass wir die Serie ENDLICH auf DVD kommt oder endlich vollständig wiederholt wird! Ich warte u warte, auf Sat Gold verpasst, und jetzt?!????
                        hier antworten
                      • Zoppo_Trump am 23.08.2018 17:36 via tvforen.de

                        Schöner Zufall: Ich schaue die Serie gerade wieder mal auf DVD, habe aber mit der schon ziemlich guten zweiten Staffel angefangen und hole die erste gerade nach, die mich nicht (mehr) so in Bann schlagen kann wie in den 80ern; ich kenne die Serie noch von ihrer dt. Erstausstrahlung her, habe sie aber, glaube ich, nicht komplett gesehen.

                        Unterm Strich finde ich, dass man sich "Falcon Crest" heute noch am besten wieder anschauen kann von all den großen Soaps der 80er. Ok, "Dallas" wird immer einen Platz in meinem Herzen haben, aber "Der Denver-Clan" verlangt einem heute schon sehr viel ab, will man da durchhalten.

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