US-Season: „New Amsterdam“ und „Atlanta Medical“ erhalten komplette Staffeln

    Episodennachbestellungen von NBC und FOX

    US-Season: "New Amsterdam" und "Atlanta Medical" erhalten komplette Staffeln – Episodennachbestellungen von NBC und FOX – Bild: NBC/Francisco Roman
    „New Amsterdam“

    Jedes Jahr, wenn Ende September in den USA die neue Season der Broadcast-Networks startet, beginnt ein kleines, inoffizielles Wettrennen: Welche der neuen Serien erhält als erstes die Aufstockung auf eine volle Staffel mit 22 Folgen – und welche wird als erstes abgesetzt.

    Das erste Rennen in der Season 2018/19 ist nun entschieden: NBC hat seine Krankenhausserie „New Amsterdam“ durch die Bestellung von neun weiteren Folgen auf eine volle Staffel von 22 Episoden aufgestockt. Zeitgleich hat auch FOX seinem Format „Atlanta Medical“ (Originaltitel „The Resident“) für die zweite Staffel volles Vertrauen ausgesprochen und neun Folgen nachbestellt, wodurch die Serie dort auf 22 Folgen kommt. ProSieben wird mit der Ausstrahlung der Auftaktstaffel des Formats am 24. Oktober beginnen (ukrainereforms.info berichtete).

    „New Amsterdam“ handelt von einem herausragenden Krankenhaus bei New York, das im von Ryan Eggold gespielten Dr. Max Goodwin einen neuen medizinischen Leiter erhält. Der plant, das Krankenhaus radikal umzubauen und statt der Wirtschaftlichkeit die Patientenpflege ins Zentrum zu stellen. Denn was bei seiner Anwerbung keiner wusste: Er ist schwer erkrankt und braucht sich mit seinen Plänen nicht zugunsten seiner „Karriere“ zurückzuhalten.

    Weitere Hauptrollen haben Janet Montgomery („Salem“), Freema Agyeman („Doctor Who“, „The Carrie Diaries“), Jocko Sims („The Last Ship“), Tyler Labine („Deadbeat“, „Reaper – Ein teuflischer Job“) und Anupam Kher („Sense8“).

    NBC zeigt „New Amsterdam“ am Dienstagabend, wo die Serie um 22.00 Uhr die Konkurrenz von CBS und ABC aussticht. Hinter „Manifest“ ist es die zweite überdurchschnittlich laufende neue Serie beim Sender. Allerdings kommt „Manifest“ von Warner Bros. TV, während „New Amsterdam“ bei NBCs Schwesterstudio UniversalTV hergestellt wird – im „Wettrennen“ um die schnellste Verlängerung hatte die Serie vermutlich geringere Hürden zu überwinden. Zudem ist „Manifest“ eine fortlaufend erzählte Mystery-Serie, bei der die Aufstockung vermutlich mit genaueren inhaltlichen Planungen vorbereitet werden muss.

    Durch seinen Paketvertrag mit Universal dürfte „New Amsterdam“ in Deutschland zur RTL-Gruppe kommen.

    Eigentlich ist „Atlanta Medical“ inhaltlich das genaue Gegenteil von „New Amsterdam“: Die Serie zeigt die wirtschaftlichen Zwänge, die bei der Behandlung von Patienten in den USA gelten, wo viele Krankenkassen (wenn die Patienten denn überhaupt versichert sind) zahlreiche mögliche Prozeduren ablehnen, gerade solche mit durchwachsenen Erfolgsaussichten und bei ungewöhnlichen Erkrankungen. Dazu wird gezeigt, dass manche Ärzte eben die eigene Karriere als höchstes Gut ansehen und vor riskanten Therapien zurückschrecken, die die eigenen „Statistiken“ verschlechtern könnten.

    Matt Czuchry („Gilmore Girls“, „Good Wife“) spielt die Figur, die der Serie ihren US-Titel „The Resident“ gibt: den Assistenzarzt Conrad Hawkins. Der kämpft für das Wohl seiner Patienten, auch gegen die Strukturen des Gesundheitssystems. Dabei hat er allerdings auch verstanden, dass das „medizinisch Machbare“ nicht immer auch sinnvoll ist. Eine Partnerin in seinem Kampf hat er in seiner Ex-Freundin, der Krankenschwester Nicolette „Nic“ Nevin (Emily VanCamp), während der ihm zur Unterweisung zugewiesene junge Arzt Devon Pravesh (Manish Dayal) erst noch herausfinden muss, wo er im Ringen von Hawkins mit dem obersten Mediziner am Krankenhaus, Dr. Randolph Bell (Bruce Greenwood), steht.

    Hintergrund
    Bei der Bestellung neuer Serien ordern die fünf großen Broadcast Networks ABC, CBS, FOX, NBC und The CW in der Regel zunächst 13 Episoden. Der langgezogene Produktionsprozess bei TV-Serien von der Entwicklung der Drehbücher bis zum Drehschluss gibt den Sendern so Zeit, einige Wochen die Einschaltquoten einer Serie zu beobachten, bevor man entscheiden muss, ob man weiter auf ein Format setzt – um sich Zeit zu kaufen bestellen Sender bei Wackelkandidaten auch einfach nur noch ein paar Drehbücher nach, da die Autoren die Speerspitze der Produktion sind.

    Bei den „erfolgreichen“ Neustarts ist eine Verlängerung natürlich recht leicht zu entscheiden. Nachdem eine Serie eine Auftaktstaffel mit 22 Folgen hatte, wird für die zweite Staffel dann in aller Regel ebenfalls eine Staffel mit 22 Episoden bestellt.

    Etwas anders sieht es bei Serien wie „Atlanta Medical“ aus: Die war erst Mitte der vergangenen Season gestartet, weswegen die erste Season rein aus Zeitgründen eben nur die ursprüngliche Bestellung hatte. In solchen Fällen werden auch in der zweiten Staffel zunächst nur 13 Folgen bestellt, die wie jetzt im Erfolgsfall aufgestockt werden können.

    Natürlich hat sich das moderne Fernsehgeschäft gewandelt und es gibt verschiedene Serien, bei denen die Bestellung auch von Network-Serien nach anderen Modellen funktioniert. Zu nennen ist hier etwa „Good Girls“ bei NBC, das in der ersten wie zweiten Staffel für einen Sendeplatz in der Season „nach dem Ende der Football-Season“ (also ab Februar) vorgesehen ist, und daher nur kurze Staffeln erhalten hat. Oder Serien wie „This Is Us“, „Good Doctor“ und „How to Get Away with Murder“, bei denen von vornherein aus unterschiedlichen Gründen maximale Staffellängen in den Verträgen der Hauptdarsteller stehen.

    11.10.2018, 10:16 Uhr – Bernd Krannich/ukrainereforms.info

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